Gesund & engagiert

Die GWG Lübbenau muss sich mit ihren Leistungen in den vergangenen Jahren nicht verstecken. Für die Erhöhung des Komforts für die Mieter wurden u. a. bisher 29 Aufzüge in den Bestand eingebaut, Wohnungsgrundrisse an neue Mieteransprüche angepasst und Rolligaragen aufgestellt.

Neben der ständigen Beobachtung und Anpassung der Nebenkosten für z. B. die Müllentsorgung und die Grünflächenpflege sanierte die GWG zur Optimierung der Betriebskosten ihrer Mitglieder in den letzten zwei Jahren u. a. die Fassaden von acht Wohnhäusern und führte kürzlich ein neues elektronisches Monitoringsystem zur besseren Steuerung einer Heizungsanlage ein. In Planung ist darüber hinaus der Umbau des Heizungssystems vom Einrohr- zum effektiveren Zweirohrsystem.

Dass diese Investitionen auf einer soliden wirtschaftlichen Basis der GWG stehen, zeigt der auf der diesjährigen GWG-Vertreterversammlung vorgestellte Jahresabschluss für das Jahr 2008.

Im Vergleich mit den Durchschnittswerten Brandenburger Wohnungsunternehmen mit 1.000 – 2.500 Wohneinheiten hat die GWG eine sehr gute Eigenkapitalquote, unterdurchschnittliche Fremdkapitalverpflichtungen und geringere Restschulden.

Kalte und warme Betriebskosten sowie die Nettokaltmiete liegen klar unter dem Durchschnitt, ebenso der Leerstand.

Mit Vermarktungsaktivitäten wie z. B. Musterwohnungen in verschiedenen Ausstattungs- und Grundrissvarianten konnten zahlreiche neue Interessenten für die Angebote der Genossenschaft gewonnen werden. Insgesamt ist – bei herausgerechneten Abrissen und sinkendem Leerstand – eine Verjüngung der Mitglieder zu beobachten. Eine gute Basis für die Zukunft der GWG.

Ausblick
Im laufenden Geschäft wird die GWG die Sanierung der Gebäudefassaden fortsetzen. Ebenso ist es geplant, weitere Wohneingangstüren, Spielplätze und das Wohnumfeld des GWG-Bestandes aufzuwerten.

Der weiterhin anhaltende Bevölkerungsrückgang in Lübbenau macht eine Fortschreibung des Stadtumbaukonzeptes notwendig. Vorerst wird sich die GWG aber nicht an weiteren Abrissen beteiligen, da entsprechend den Regelungen im Altschuldenhilfegesetz (AHG) die Genossenschaft keinen Erlass der sogenannten Altschulden auf abgerissenen Wohnraum erhält.

Die GWG war zum dort benannten Stichtag wirtschaftlich gut aufgestellt und würde daher bei weiteren Abrissen die auf den Gebäuden liegenden Altschulden sowie ggf. Modernisierungsaufwendungen auf den Restbestand umlegen müssen. Zusammen mit anderen betroffenen Wohnungsunternehmen setzt sich die GWG hier auf Bundesebene für eine Gesetzesänderung ein, mit dem Ziel, die entsprechenden Altschulden zu erlassen.

Danke
Der notwendig gewordene Umbau des „AWO-Landhauses Kittlitz“ erforderte den Freizug des gesamten Gebäudes. Während ein Teil unserer Bewohner in Wohnungen der AWO-Wohnstätte in Altdöbern untergebracht werden konnte, gestaltete sich die Suche nach geeignetem Wohnraum in Lübbenau für weitere acht Bewohnerinnen und Bewohner schwieriger.

Dann kam die Rettung: Die Geschäftsführung der GWG stellte uns schnell und unbürokratisch drei Wohnungen in der Beethovenstraße 17 zur Verfügung. Dort fanden unsere Bewohnerinnen und Bewohner von Anfang April bis zum 17. September ihr vorübergehendes Zuhause und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmögliche Arbeitsbedingungen. Die Zusammenarbeit mit der GWG gestaltete sich jederzeit sehr angenehm. Bei Problemen und Anliegen fanden wir immer ein offenes Ohr und bekamen schnell Hilfe.

Für unsere Bewohnerinnen und Bewohner war diese Zeit ein großes Abenteuer, bei dem sie täglich mit neuen Eindrücken konfrontiert wurden und neue Erfahrungen sammeln konnten. So war es zum Beispiel für die meisten Kinder und Jugendlichen etwas ganz Neues, mit Nachbarn in einem Haus zu leben. Auch für die Mieter in der Beethovenstraße 17 war die direkte Nachbarschaft mit Menschen mit Behinderungen ungewohnt und neu. Anfängliche Missverständnisse konnten aber schnell aus der Welt geräumt werden und beim Auszug war bei einigen Familien sogar ein bisschen Wehmut zu erkennen.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Mietern der Beethovenstraße 17 für die freundliche Aufnahme und ihr Verständnis, wenn es doch mal etwas lauter war. Ein großes Dankeschön geht im Namen der Geschäftsführung und des Vorstandes des AWO Regionalverbandes Brandenburg Süd e. V. an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der GWG für die schnelle Hilfe und die gute Zusammenarbeit.

Ines Dommaschke
Einrichtungsleiterin „Landhaus Kittlitz“